DJI Osmo Pocket Review

“Ist das ein Osmo Pocket in deiner Tasche, oder freust du Dich so mich zu sehen?”

– Sheryl
Osmo Pocket

Heute geht’s in unseren DJI Osmo Pocket Review (Weview) um das derzeit kleinste erhältliche Gimbal von DJI. Wir stellen einige Fragen, um herauszufinden, ob das Pocket eine sinnvolle Ergänzung für den eigenen Equipmentschrank – oder in dem Fall die Hosentasche ist!

Solltet ihr keine Lust haben das Video zu schauen, so könnt ihr unten auch den Artikel dazu lesen. Jedoch ist das Video mit den Vergleichsaufnahmen ungleich aussagekräftiger!

Kauf

Dji hatte mal wieder einen Newsletter raus gemailt und wie es halt nun mal so ist, bei allem was DJI so baut, bin ich immer sofort sehr neugierig. Ich in dem Fall hat es funktioniert und ich habe gleich den Osmo Pocket für 359 Euro vorbestellt.

Newsletter Osmo Pocket Schlange Ka

Was ist der Osmo Pocket

Alle, die sich schon mal mit einer aktuellen Drone mit Kamera befasst haben, wissen, dass die Kamera meist an einem Gimbal aufgehängt ist. Dieses Gimbal sorgt dafür, dass die Kamera stabilisert wird und die Bewegungen des Trägers, egal ob Maschine oder Homo Sapiens, kompensiert wird. Das liefert ein unfassbar schönes, wackelfreies Bild, mit dem man auch cinematischen Ansprüchen gerecht werden kann, wenn man es richtig macht. Das Osmo Pocket ist im Grunde genau das, ein Gimbal mit Kamera, nur eben für die Hand.

Wirklich neu ist das nicht, aber der Form Factor schon. So ein kleines Gimbal, das in die Hosentasche passt, gab es bislang noch nicht.

Osmo Pocket neben Iphone
Neben einem Iphone SE

Die Größe macht den Nutzen

Alex und ich hatten beide vorher auch schon ein Gimbal, das Osmo Mobile für Handies. Eins der Gadgets die wir wohl anfangs immer dabei hatten, aber dann nie benutzt haben, weil es zu umständlich war, wenn das Smartphone schon in der Hosentasche steckt und auch halbwegs brauchbare Videos ohne. das Gimbal macht. Ergo sind die Gimbals irgendwann Zuhause geblieben und im Schrank verstaubt. Das Osmo Pocket hingegen ist so klein, dass es, genau wie das Smartphone, immer in der Hosen- oder Handtasche Platz findet. Das bedeutet, dass man nicht so viel hin und her überlegt, ob man es jetzt auf seine Tour mitnimmt, oder nicht.

Gutes Equipment ist eines, das man auch benutzt!

– Olli, 2018
Größe Osmo Pocket
Handlicher Osmo Pocket

Was hat ein Gimbal für Vorteile gegenüber digitaler Stabilsierung?

Jedes moderne Smartphone und viele Actioncams haben heute auch eine digitale Bildstabilisierung. Warum also ein Gimbal? An dieser Stelle sei Euch doch nochmal das Video ans Herz gelegt, wo ich drei Aufnahmen parallel vergleiche und gut zu sehen ist, wie sich ein Gimbal auf die Aufnahme auswirkt. In Worten beschrieben ist es etwas schwieriger. Ein Gimbal sorgt dafür, dass die Kamera trotz Wackeln in der Perspektive bleibt, in der sie sich befand. Bewegungen der Kameraführung werden abgedämpft und dadurch sehr weich und flüßig. Digitale Bildstabilisation gerät da irgendwann an seine Grenzen, da der Pixelpuffer, den die Sensoren außen rum haben um die Bewegungen digital raus zu rechnen nicht unendlich ist. Auch gibt ein Gimbal einem die Möglichkeit die Kameraposition unkompliziert zu verändern ohne sich dabei die Hand zu brechen – man stelle sich einfach nur vor, man möchte über Kopf mit ausgestrecktem Arm anfangen und auf Fußhöhe aufhören und dabei ein Motiv im Bild behalten. Spürt ihr auch den Schmerz in der Hand? Seht ihr auch das Wackeln vor dem inneren Auge?

Vergleich Osmo Pocket Stabilisation
Vergleich dreierlei Kameras


Des weiteren muss ein Handy sich für die digitale Bildstabilisierung darauf verlassen, dass es die Bildinformationen gut verarbeiten kann. Wird es dunkel und durch das höhere ISO die Auflösung des Bildes immer schlechter versagen die Stabis irgendwann. Einem Gimbal sind die Lichtverhältnisse ziemlich egal, es funktioniert mit Lagesensoren, nicht mit Bildinformationen.


Mit einem Gimbal geht das deutlich einfacher. Vor allem, weil das Osmo Pocket ja, genau wie die Dronen unter anderem auch, smarte Funktionen hat und es Motiven automatisch folgen kann!

Smarte Funktionen des DJI Osmo Pocket

Ich denke zu den smarten Funktionen, die heutzutage den Dronen und Gimbals eigen sind. muss man nicht viel sagen. Das ist allgemein bekannt. Auch das Osmo Pocket hat diese Funktionen an Bord: Face-Tracking, bzw. generell Tracking und damit Motivverfolgung, Zeitraffer statisch, Zeitraffer mit Schwenk, Selfie-Mode, Panoramaaufnahmen, Zeitlupe, unterschiedliche Stabilisierungsmodi, etc etc. Und das alles in dieser kleinen Form, schon toll!

Osmo Pocket Smarte Features
Face Tracking

Technik

Das Osmo Pocket hat einen Sensor mit einer Größe von einem 2/3 Zoll und ist damit größer als die von Smartphones. Das bringt eine bessere Video Leistung bei schlechteren Lichtverhältnissen, auch wenn moderne Smartphones im Bereich der Fotografie da trotzdem haushoch überlegen sind. Die Blende liegt bei F2.0 und Fotos werden mit bis zu 12 Megapixeln aufgenommen. Video geht bis maximal 4k und die FPS rangieren je nach Auflösung bis zu 120FPS (Full HD). Der Akku kann per USB-C aufgeladen werden und hält bis zu 140 Minuten.

Aufnahmequalität

Um es kurz zu machen, das Osmo Pocket ist nicht für Fotos gemacht. Da sind ihm einfach die aktuellen Smartphones meilenweit voraus, Aber in Sachen Video war ich begeistert, ich zittere seit meiner Jugend stark und das Osmo Pocket kompensiert das vollständig. Die Aufnahmen sind gestochen scharf und sehen einfach gut aus. Die Blende sorgt dafür, dass man selbst mit dem kleinen Sensor bei entsprechender Nähe auch ein klein wenig mit der Tiefenschärfe spielen kann.

Qualität Osmo Pocket

Fazit DJI Osmo Pocket Review

Das Osmo Pocket ist gerade wegen seiner Größe und dem vollen Featureumfang sehr interessant für Leute die kern Filmen und spontan sein wollen. Der Pocket, passt, wie der Name sagt, in die Tasche und kann immer mitgenommen werden. Die Aufnahmen sind klasse und es erleichtert einem Aufnahmen zu machen, die einen gewissen cinematischen Charm haben, vor allem wenn man dann noch nachbearbeitet. Dafür bietet der Pocket auch ein Flat Picture Profile.

Ein paar Nachteile hat das Ding natürlich auch. Wie schon erwähnt darf man sich von den Fotos nicht zu viel erwarten, da ist die Intelligenz in Smartphones Lichtjahre voraus. Weiterhin ist das eingebaute Mikro echt nicht gut. Ein externes Mikro kann man nur mit Adapter anstecken. DasOsmo Pocket ist eine Wollmichsau legendes Ei, aber eben mit Kompromissen – wie fast immer auf dieser Welt!

Im Video könnt ihr euch nochmal von den Testaufnahmen zu Gemüte führen und euch selbst einen Eindruck machen, bevor ihr kauft.

Weiteres

Bearbeitest du gerne Fotos? Dir hat unser DJI Osmo Pocket Review gefallen? Schonmal bei Luminar 4 verzweifelt über die Performance gewesen? Schau Dir mal unseren Beitrag an!

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